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PostPosted: Thu 25. Oct 2012, 12:24 
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Joined: Tue 3. Jul 2012, 23:27
Posts: 167
Location: FFM!
Heeeey, Leute!

Für die Schule sollte ich diese kleine Aufgabe erledigen: Beschreibe die Funktion der einzelnen Zellorganellen im Vorgang der Proteinbiosynthese!
Da wir diese Aufgabe in Gruppenarbeit erarbeiten sollten, mussten wir uns ersteinmal ausdenken, WIE wir das ganze präsentieren wollen. Aus irgendeinem unverständlichen Grund sind wir dann auf die Form des Märchens gestoßen (und nein, nicht weil uns das ganze Thema irgendwie unglaubwürdig vorkommt!).

So, das Ding ist nun geschrieben. Wenn euch grobe Fehler vom Sinn, Satzbau oder einfach vom Ablauf des Vorgangs her auffallen, postet mir das bitte hier, damit ich noch einige Dinge ändern kann, bevor wir das ganze präsentieren sollen...

Wer weiß, vielleicht lernt der ein oder andere ja sogar etwas!

Viel Spaß auf jeden Fall!

(Sprechrollen:
Erzähler
Zellkern
endoplasmatisches Retikulum
Golgi-Apparat)

Spoiler für Zellorganellen im Vorgang der Proteinbiosynthese - Märchen:
Zellorganellen im Vorgang der Proteinbiosynthese - ein Märchen

Es war einmal in einer Zelle, tief im menschlichen Körper, da lebte ein Zellkern mit seinem endoplasmatischen Retikulum. Eines schönen Tages bekam der weise Zellkern Lust darauf, Proteine herzustellen. Er ging also kurzerhand zum endoplasmatischen Retikulum und fragte es:

"He, endoplasmatisches Retikulum! Haben deine Ribosomen gerade etwas zu tun? Ich hätte da eine Aufgabe für sie!"
Da antwortete das endoplasmatische Retikulum:

"Nein, sie sind unbeschäftigt momentan. Doch wieso fragst du, Zellkern? Was hast du vor?"

"Na, ich will Proteine synthetisieren! Was denn sonst?"

"Aber Nukleus, wie sollen denn meine Ribosomen ihre Arbeit vollbringen ohne deine mRNA?"

Da fiel es dem Zellkern schlagartig wieder ein: Hatte er doch vergessen, wie Proteine herzustellen sind! Beschämt suchte er sich eine RNA-Polymerase. Er sah das kleine Enzym an und schüttete ihm sein Herz aus:

"Ich merke schon, ich bin zu alt... mit der Zeit vergisst man so einiges und in meinem Alter macht das Gedächtnis eben nicht mehr so mit. Aber was will man machen? Jünger wird man nicht."

Unbeeindruckt machte sich die Polymerase an die Arbeit. Es setzte sich auf die RNA-Stränge, öffnete die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basen und schaute erwartungsvoll zum Zellkern.

"Was? Was ist denn? Warum arbeitest du nicht weiter?"

Das Enzym blickte entnervt herab und stieß einen hohen Seufzer aus.

"Ach... oh! Du hast ja recht! Es tut mir sehr Leid, liebes Enzym, ich hole sofort meine freien Basen!"

So ging er, nahm einige lose Basen an sich und brachte sie dem Enzym. Das nickte freundlich und fing an, die gewollte mRNA herzustellen, indem es die passenden Basen aneinanderfügte. Blitzschnell war es fertig. Der Zellkern prüfte das Ergebnis mit seinen erfahrenen Augen, lächelte die RNA-Polymerase an und bedankte sich höflich:

"Vielen, vielen Dank, du darfst jetzt gehen."

Das Enzym machte sich von dannen und der Nukleus brachte daraufhin die fertige mRNA zum endoplasmatischen Retikulum. Das sah ihn schon von herannahen und betrachtete kritisch den Strang. Es nahm ihn entgegen, besah ihn sich und grinste zufrieden:

"Na, super! So können meine Kleinen auch arbeiten. Dann wollen wir mal."

In Nullkommanichts waren die Ribosomen zur Stelle, fingen an irgendetwas zu tun und im nächsten Moment hielt das endoplasmatische Retikulum dem Zellkern ein fertiges Protein vor die Nase. Mit offenem Mund starrte der Nukleus das Protein an, geschockt von der unglaublichen Geschwindigkeit der Ribosomen. Verwirrt stammelte er:

"Was... was war DAS denn? Ging das schon immer so schnell, endoplasmatisches Retikulum?"

"Eh..."

Das endoplasmatische Retikulum schaute geschmeichelt zu Boden.

"So lief der Vorgang schon immer ab, Nukleus... den hast du auch schon tausendmal mitbekommen. Mehr als ein paar Sekunden dauert das nicht!"

"Aber was habt ihr denn genau getan? ICH soll diesen Vorgang kennen? Nicht dass ich wüsste! Außerdem ging das alles viel zu schnell für meine alten Augen, endoplasmatisches Retikulum. Kannst du ihn mir denn nicht noch einmal erläutern?"

Das endoplasmatische Retikulum seufzte. Selbst es merkte, wie es mit dem Gedächtnis des Zellkerns immer weiter bergab ging. Trotzdem lächelte es ihn an:

"Natürlich erklär ich dir das liebend gern, Zellkern."

"Tut mir sehr Leid, mein liebes endoplasmatisches Retikulum! Oh, endoplasmatisches Retikulum, ich merke doch selbst, dass mein Gedächtnis nicht mehr das Beste ist... mach dir wegen mir keinen Stress..."

"Jetzt spiel mal nicht direkt die Drama-Queen, es ist doch ganz einfach: Schau, ein Ribosom setzt sich auf die mRNA, die du uns bringst."

Das endoplasmatische Retikulum zeigte auf ein Ribosom.

"Dann benötigt es Aminosäuren."

"Aminowas?"

Der Zellkern sah verdutzt zum Ribosom, dann zum endoplasmatischen Retikulum herüber.

"Na, die Aminosäuren... daraus sind die Proteine aufgebaut! Und im Ribosom werden diese zusammengeknüpft. Und diese hängen an sogenannten tRNA-Strängen."

Das endoplasmatische Retikulum nahm einen großen Klumpen zur Hand, an dem ein kleiner Brocken hing.


"Das hier ist ein tRNA-Strang, aufgewickelt, wie du siehst und an dessen einem Ende hängt ein Aminosäureteilchen. Das wird nun im Ribosom auf die mRNA gesetzt... natürlich nur, wenn es vom gewünschten Basentriplet passt."


Das Ribosom nahm die tRNA auf und setzte sie auf die mRNA. Durch eine kleine Öffnung konnten der Zellkern und das endoplasmatische Retikulum den Vorgang gut beobachten.

"Jetzt kommt die nächste tRNA. So, wenn diese nun angedockt ist, musst du auf die Aminosäuren achten."

Der Zellkern sah interessiert zu, was mit den Aminosäuren geschehen würde. Als sie sich berührten verbanden sie sich plötzlich! Die erste tRNA löste sich wieder und das endoplasmatische Retikulum brachte sie weg.

"Die beiden Aminosäuren haben sich nun verbunden... und das geschieht jetzt die ganze Zeit, bis eine Kette entstanden ist. Das ist dann das Protein!"

Das Ribosom arbeitete weiter und der Zellkern sah dem Vorgang bis zum Ende zu, erstaunt von dem, was er schon wieder vergessen hatte.

"Ganz schön spannend, oder, Zellkern?"

"Das ist.... UNGLAUBLICH! Komm, das will ich noch oft heute sehen! Wir synthetisieren weiter!"

Voller Tatendrang machten sich beide wieder an die Arbeit.

-----------

Nach vielen Stunden harten Werkelns waren beide Zellorganellen völlig erschöpft. Viele Proteine hatten sie synthetisiert und danach noch in Vesikel gepackt, um zu sie aufzubewahren. Müde sagten beide:


"Gute Nacht!"
"Gute Nacht!"

... und begaben sich zu Bett. In der Nacht jedoch blieb es nicht so ruhig, wie es hätte sein sollen. Ein fieser Golgi-Apparat schlich heran! Leise wie ein Schatten schlich er durch die Zelle und suchte nach Vesikeln. Wann immer er eins fand, öffnete er es und keckerte hinterhältig, wenn er ein Protein fand.

"He he he he... schon wieder eins!"

Die, die er fand, nahm er an sich und packte sie in andere Vesikel, die er daraufhin aus der Zelle herausschleuderte!

"Diese Idioten! Lassen einfach ihre Proteine unbewacht herumliegen... na, die werden schon sehen, was sie davon haben! He he he he!"

Schadenfroh hatte er bald alle Proteine aus der Zelle entzogen. Als es Morgen wurde, machte sich der Golgi-Apparat auf leisen Sohlen davon.

------------

Am nächsten Morgen begrüßten sich der Nukleus und das endoplasmatische Retikulum fröhlich.

"Na, wie war die Nacht, Zellkern?"


"Nicht besonders gut, ich dachte, ich hätte irgendetwas in der Zelle gehört, aber dann war da doch ni-... endoplasmatisches Retikulum?"


"Ja, Zellkern?"

"Wo sind unsere Proteine?

Erst jetzt fielen dem endoplasmatischen Retikulum die aufgebrochenen Vesikel ins Auge.

"Oh, oh... oh, nein, oh, nein, oh NEIN! Nicht SCHON wieder!"

Das endoplasmatische Retikulum krisch hysterisch:

"Dieser verfluchte Golgi-Apparat! Wie schafft er das immer nur hinterrücks uns unsere Proteine zu entwenden? Die Arbeit von einem ganzen Tag! Einfach WEG!"

Der Zellkern verstand die Aufregung des endoplasmatischen Retikulums nicht und versuchte es zu beruhigen:

"Jetzt bleibe doch mal ruhig! Das ist noch lange kein Weltuntergang. Außerdem wäre ich nicht so voreilig mit dem Beschuldigen von Zellorganellen, vielleicht hatte der Golgi-Apparat gar nichts damit zu tun..."

"Doch, es IST schlimm! Und er MUSS es gewesen sein, außer ihm und mir packt niemand die Proteine in Vesikel und ohne die kann man sie nicht transportieren. Oh, wären wir doch nur aufmerksamer gewesen!"

"Jetzt steck doch nicht gleich den Kopf in den Sand... das wird schon wieder."

"Aber sie sind ALLE weg! Einfach so! Was sollen wir denn tun?"

"Ich bin zwar ein vergesslicher alter Zellkern, aber eins kann ich dir verraten: Alles in der Zelle hat seinen Lauf und ist so gewollt."

"Aber wir brauchen doch Proteine. Wo sollen wir die herbekommen? Proteine schneien nicht einfach so herein!"

"Da wäre ich mir nicht so sicher..."

In diesem Moment klingelte es.

"Ich geh schon..."

Das endoplasmatische Retikulum schleifte mit gesenktem Kopf Richtung Zellwand. Der Zellkern lächelte. Er wusste genau, was geschehen würde, aber er wollte dem endoplasmatischen Retikulum nicht den Spaß verderben. Plötzlich kam das endoplasmatische Retikulum euphorisch zum Zellkern zurück:

"Oh, Nukleus, du hattest Recht! Schau dir das an!"

Der Zellkern stand auf und sah sich die vielen Vesikel an, die in diesem Moment in die Zelle hereingeschneit kamen. Er lächelte und freute sich schon auf den Tag.
Und wer die Zelle nicht abgestorben ist, so synthetisieren die beiden noch heute!


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PostPosted: Sun 28. Oct 2012, 15:42 
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Joined: Tue 3. Jul 2012, 20:24
Posts: 224
Die dunkelblaue Schrift ist schwer zu lesen. ^^'
Cool, dass du das hier gepostet hast, ich lese sowas ja gerne. Schade nur, dass ich nix neues dabei lerne, aber zum auffrischen ist es ja immer gut. ;)


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Momentanes Projekt: Eternal Darkness
Geplant: Zelda Twilight Princess


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PostPosted: Sun 28. Oct 2012, 22:17 
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Joined: Tue 3. Jul 2012, 23:27
Posts: 167
Location: FFM!
Bluemusic039 wrote:
Die dunkelblaue Schrift ist schwer zu lesen. ^^'
Cool, dass du das hier gepostet hast, ich lese sowas ja gerne. Schade nur, dass ich nix neues dabei lerne, aber zum auffrischen ist es ja immer gut. ;)


Joa, ich hätte nich gedacht, dass die SO krass dunkel ist... aber danke für dein feedback :D


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